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Bewegung ist Orientierung

Der Nobelpreisträger für Medizin – Edvard Moser – hat gemeinsam mit seinen Kollegen Zellstrukturen im Hirn enträtselt, mit denen sich Säugetiere im Raum orientieren.

All die Informationen, die wir über einen Raum haben werden im Hirn gesammelt um daraus eine innere Karte zu erstellen. Jeder kennt die Situation, wenn man im Dunkeln durch die eigene Wohnung geht. Selbst wenn man dabei den Türstock oder Tisch touchiert kommt man physiologisch betrachtet überraschend gut zurecht.

Bewegt man sich jedoch in unbekannter Umgebung – zB. in der Wüste oder im Nebel – läuft man früher oder später unweigerlich im Kreis. Es fehlen die vertrauten Anhaltspunkte, die Orientierung geben. Das Koordinatensystem fällt in sich zusammen da Fixpunkte fehlen, an denen es sich ausrichten kann.

Die sogenannten Rasterneuronen können verschiedene Sensorik-Arten benutzen. Interessant dabei ist, dass der wichtigste Bestandteil die eigene Bewegung ist. Durch die Bewegung in einem Raum, errechnet das Gehirn aus der Bewegung der Muskeln in welche Richtung man sich bewegt hat und speichert diese Information in der virtuellen Karte ab.

Bewegung ist also nicht nur Leben, sondern auch essentiell für unsere Orientierung.