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Sprache: Mitleid vs. Mitgefühl

Jeder kennt das: jemand erzählt uns von seinem Leid und wir antworten automatisch mit „mein Mitleid“.

Aber was steckt dahinter? Wollen wir wirklich mit dem anderen mitleiden oder bringt nicht eine Portion Mitgefühl eine komplett andere Energie ins Gespräch und die Situation?

Wenn ich wählen darf, ist es mir lieber Menschen fühlen mit mir als leiden mit mir.

Mitleid ist erschöpfend. Mitgefühl ist stärkend.

Und nachdem Sprache Realität schafft, nachgewiesenerweise Auswirkungen auf unsere Gefühlswelt hat und beeinflusst, ist auch bei der Wahl der Worte ein wenig Aufmerksamkeit nicht von Nachteil.

Ein anderes artverwandtes Beispiel sind Neid und Freude. Unser Sprachgebrauch schlägt oft ein „Ich beneide Dich“ vor. Sind wir unseren Freunden etwas Schönes wirklich neidig oder meinen wir, dass wir uns für Sie freuen?

Vielleicht ist der Jahreswechsel ein guter Zeitpunkt um dem Gebrauch von Worten und den damit verbundenen Bedeutungen Aufmerksamkeit zu schenken.

Für unser eigenes Wohlbefinden – aber auch das der Menschen um uns.