Gruppenstunden

In der Gruppenarbeit werden die TeilnehmerInnen verbal durch eine Abfolge von Bewegungssequenzen geführt. Genannt Lektionen in „Bewusstheit durch Bewegung“ oder auch ATM-Lektionen (Awareness through Movement).

Durch das individuell angepasste Tempo wird das Entstehen von Bewusstheit für persönliche Bewegungsmuster und Zusammenhänge zu mentalen Gewohnheiten ermöglicht.

Die Aufmerksamkeit für somatische (körperliche) Prozesse wird geschärft und die Selbstwahrnehmung verbessert. Ein wachsendes Repertoire mentaler und körperlicher Bewegungen entsteht, Handlungsweisen können zunehmend variiert und gegebenenfalls auch verändert werden.

Moshé Feldenkrais sprach von der „Entdeckung des Selbstverständlichen“, d.h. der Bewusstwerdung z.B. der Art und Weise wie wir im Alltag gehen oder sitzen, Sport treiben oder ein Musikinstrument halten.

Das Innovative an der Feldenkrais Arbeit ist, dass der Lehrer keine allgemeinen Rezepte gibt was „richtig“ oder „falsch“ ist, sondern den Schüler durch Variationen intelligent strukturierter, an Funktionsweisen des menschlichen Gehirns orientierter und präzise angeleiteter Bewegungssequenzen leitet. Dieses dem kindlichen Lernen nachempfundene „spielerische Ausprobieren“ innerhalb eines klar abgesteckten Funktionsrahmens verfeinert die Fähigkeit Unterschiede – also Feedback – wahrzunehmen.

Es ist ein Lernen mit Leib und Seele, mit Motivation und mit wachen Sinnen. In der Folge entstehen ein verbessertes Körpergefühl, Vertrauen in die eigenen (Lösungs-) Fähigkeiten und Selbstkompetenz. Auf solche Weise Gelerntes kann im Alltag vielseitig transferiert werden und zu mehr Lebensqualität führen.